Die Startbedingungen für palästinensische Kinder, die in den besetzten palästinensischen Autonomiegebieten leben, sind in verschiedenster Weise alles andere als einfach. Geboren in ein Volk mit einer anhaltenden kollektiven Verlusterfahrung und in einer fortwährenden israelischen Besatzungsrealität, gekoppelt mit dem Versagen der eigenen “Regierung”, werden palästinensische Kinder schon mit einer Last auf ihren Schultern geboren. Der dadurch entstehende und anhaltende Stress schafft neben der wenig einladenden und förderlichen Umwelt keine guten Bedingungen für Kinder. So gibt es z.B. kaum Gehwege, kaum Grünflächen, keine oder kaum Spielplätze, Müll auf den Straßen, vor allem unzertifiziertes, altersunangemessenes Plastikspielzeug usw. Diese tristen Lebensumstände werden begleitet von der Allgegenwärtigkeit der Separationsmauer, die sich 700km lang durch das Westjordanland zieht, von über 100 verschiedenen israelischen Checkpoints, von illegalen israelischen Siedlungen usw. Dies und noch viel mehr macht es den Kindern fast unmöglich, der Realität nur ansatzweise zu entfliehen. Hinzu kommt, dass Familien oft nur sehr limitierte finanzielle Möglichkeiten haben, ihren Kindern Reisen außerhalb der besetzten Gebiete zu ermöglichen. Oftmals spiegelt sich die erlebte Machtlosigkeit, etwas an den eigenen Lebensumständen zu ändern, in Problemen innerhalb der Familie wider, in denen dann vor allem Kinder die Leidtragenden sind. So sind häusliche Gewalt und gewaltvolle Disziplinierungsmethoden ein weiterer ständiger Begleiter im Alltag für palästinensische Kinder. In besonderer Weise leiden gerade Mädchen unter der ihnen auferlegten Geschlechterrolle in der patriarchalischen Gesellschaft.
Projektland: besetztes palästinensisches Gebiet
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